Zeichnung: Klimaschonend unterwegs

Klimaschonend unterwegs

Saubere Luft für Hamburg: Mehr als 90 Prozent des Stroms werden in Hamburg noch immer aus Kohle erzeugt! Und auf den Straßen haben weiterhin die Autos das sagen. Eine Luft voller Feinstaub und Stickoxide ist die Konsequenz. Besonders für jene, die sich kein Häuschen im Grünen leisten können, brauchen wir: Kohleausstieg sofort, Vorrang für den Radverkehr, Ausbau und vor allem Preissenkungen beim HVV. Denn Umwelt- und Klimaschutz darf keine Frage des Geldbeutels sein.

149 Mikrogramm Stickstoff pro Kubikmeter Luft hat der NDR an den Landungsbrücken gemessen

149 Mikrogramm Stickstoff pro Kubikmeter Luft hat der NDR an den Landungsbrücken gemessen

Nur 1 Schiff nutzt gegenwärtig die Altonaer Landstromanlage

Nur 1 Schiff nutzt gegenwärtig die Altonaer Landstromanlage

94 Prozent der Hamburger Stromerzeugung kommt aus fossilen Energieträgern

94 Prozent der Hamburger Stromerzeugung kommt aus fossilen Energieträgern


Unsere Vorschläge:

Steckdosen für Schiffe

Kreuzfahrtschiffe parken fast in den Wohnzimmern der Menschen und pusten ihren Dreck direkt in unsere Fenster. Nirgendwo sind die Stickoxid-Werte schlechter als am Hafen. Gegen den tödlichen Rauch aus den Schornsteinen brauchen wir die Landstrompflicht – je schneller, desto besser.

Preise runter bei Bus und Bahn

Der HVV ist viel zu teuer. Deshalb fordern wir eine radikale Preissenkung. Ein Jahresticket sollte nicht mehr als 1 Euro pro Tag kosten (»365-Euro-Ticket«). Arme und Alte sollten gratis fahren dürfen, genauso wie Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler. Mittelfristig setzen wir uns für einen fahrscheinfreien Nahverkehr ein.

Raus aus der Kohle: sofort!

Der Kohleausstieg ist beschlossen, aber er kommt viel zu langsam. Für die Fernwärme erst bis 2030, für Strom noch später. So wird das Dreckskraftwerk Moorburg wohl noch bis ins Jahr 2038 laufen. Doch so viel Zeit haben wir nicht! Um die Klimaziele zu erreichen, müssen wir deutlich schneller raus aus der Kohle: spätestens 2025 muss Schluss sein.

Vorfahrt für die Schiene

Der Ausbau der U-Bahn-Strecken dauert zu lange und ist viel zu teuer. Wir schlagen deshalb eine moderne Straßenbahn (»Stadtbahn«) als saubere, schnelle und preiswerte Alternative vor. Vor allem, um endlich auch die bisher abgehängten Stadtteile ans Schienennetz anzubinden. Dort, wo keine Stadtbahn fahren kann, schlagen wir den Einsatz von E-Bussen mit Oberleitung vor, denn die sind leise und abgasarm.


Zeichnung: Menschen im Bus

Autos adieu sagen

Unsere Stadt erstickt im Stau: 800.000 Autos sind in Hamburg zugelassen, dazu mehr als 50.000 Motorräder. Und ihre Zahl sinkt nicht etwa, sondern sie steigt! Das zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen des Senats nicht ausreichend sind. Wir müssen die Innenstadt konsequent autofrei machen. Für den Rest der Stadt soll als Regelgeschwindigkeit Tempo 30 gelten.

800.000 Autos und 50.000 Motorräder sind in Hamburg zugelassen.
800.000 Autos und 50.000 Motorräder sind in Hamburg zugelassen.
An 4 Messstellen in Hamburg wurde im Vergangenen Jahr der Stickoxid-Grenzwert im Jahresmittel überschritten
An 4 Messstellen in Hamburg wurde im Vergangenen Jahr der Stickoxid-Grenzwert im Jahresmittel überschritten
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